Sekundarschule am Hassenbrock

SaH und MBH besiegeln erstmals Partnerschaft Schule-Betrieb

Schwungvoll setzten Schulleiterin Mechtild Sitte-Westrick und Geschäftsführer Björn Hassink ihre Unterschriften unter die gemeinsame Kooperationsvereinbarung und besiegelten damit erstmals eine offizielle Partnerschaft zwischen der Sekundarschule am Hassenbrock und der Firma MBH Maschinenbau&Blechtechnik in Ibbenbüren-Uffeln. Diese Zusammenarbeit sei eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord-Westfalen, erklärte dabei IHK-Projektmitarbeiterin Sandra Beer: „Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern die Arbeitswelt so zu zeigen, wie sie ist, auch mit ihren Möglichkeiten und ihren Anforderungen“. Denn viele Jugendlichen hätten nur ungenaue Vorstellungen von den Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem und setzten darum vorschnell ihre Schullaufbahn fort, obwohl ihnen eine Berufsausbildung ausgezeichnete Aussichten biete.

Die Vereinbarung beinhaltet unterschiedliche konkrete Maßnahmen: Betriebsbesichtigungen für Lehrkräfte und interessierte Schülergruppen mit Informationen über ganz spezielle Arbeits- und Produktionsweisen ebenso wie zu Ausbildungsangeboten. Ferner gehören dazu Schulungen für Bewerbungstraining und „Business Knigge“, um die Jugendlichen auf ganz reale Anforderungen aus der Wirtschaft vorzubereiten. Dazu kommen dann Ausbildungsleiter, Personalfachkräfte und Ausbildungsbotschafter wie ältere Lehrlinge in die Schule und informieren Schulklassen über ihre jeweiligen Ausbildungsberufe und präsentieren.

Es gehe aber nicht nur um Berufsorientierung, erklärten die Vereinbarungspartner. Schulleiterin Mechtild-Sitte Westrick unterstrich die Bedeutung des Vertrages für die Schule und sah die wichtige Vernetzung von theoretischer Unterweisung in praktische Umsetzung. Vorteilhaft für ihre Schülerinnen und Schüler sei diese Zusammenarbeit auch bei der Durchführung von mehrwöchigen Schulpraktika oder eines Jahrespraktikums: „Das IHLK-Projekt bietet Schülern wie Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern. Durch Ausbildungsbotschafter und von der Firma MBH geleistete Bewerbungshilfen wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, der Schülerinnen und Schülern den Weg ins Berufsleben erleichtert.“ Personalleiter Ingo Harmsen betonte, dass „angesichts sinkender Schulabgängerzahlen kein Talent unentdeckt bleiben darf“. Man wolle dazu „offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern, um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben“.

Betriebsleiter Ralf Rüther und Ingo Harmsen stellten anschließend bei einem Rundgang das metallverarbeitende Unternehmen MBH vor, das rund 200 Mitarbeiter, darunter 24 Auszubildende, beschäftigt. Zur Produktpalette gehören Konstruktion und Bau von Maschinen, Anlagen, Vorrichtungen und Behältern, die Bearbeitung von Blechen und Edelstahl und alle Arten von modernster Schweiß- und Lasertechnik. Es sei nun Aufgabe der Schule, so Maren Vosgröne als Koordinatorin für Studien- und Berufswahlvorbereitung an der SaH, den Vertrag zu einer lebendigen und offenen Beziehung umzusetzen. Die SaH werde in nächster Zeit weitere Partnerschaftsverträge mit anderen Unternehmen im Umfeld der Schule fortsetzen. Dazu seien u.a. mit dem Textil- und Kunststoffwerk Gröning bereits nähere Vorgespräche geführt.

v.l. Betriebsleiter Ralf Rüther, Mechtild Sitte-Westrick, Konrektor Thomas Eßlage, Björn Hassink, Maren Vosgröne, Sandra Beer und Personalleiter Ingo Harmsen